Barbaraweizen
4. Dezember 2026 — Wenn der Weizen gut keimt, wird das Jahr reich an Ernte!
Am 4. Dezember gedenkt die christliche Tradition der heiligen Barbara. In der Provence im Süden Frankreichs ist dieser Tag mit einem alten Volksbrauch verbunden: Man weicht Weizenkörner oder Linsen ein und legt sie auf feuchte Watte oder Erde in eine Untertasse. Die Schale wird an einem warmen Ort aufgestellt und regelmäßig gegossen. Wenn die grünen Halme bis Weihnachten dicht und kräftig aufgehen, bedeutet das nach dem Volksglauben ein fruchtbares und wohlhabendes neues Jahr. Oft werden die Sprossen mit einem roten oder anderen leuchtenden Band zusammengebunden, und die Schale schmückt den Weihnachtstisch. Der Brauch gehört zu den provenzalischen Weihnachtstraditionen. Die heilige Barbara gilt außerdem als Schutzpatronin der Bergleute, der Feuerwehrleute und der Artilleristen, weshalb der Tag in vielen Ländern auch ihr Feiertag ist. Er fällt in die Wochen vor der Wintersonnenwende, wenn die Nächte am längsten sind, und der grüne Weizen erinnert an das wiederkehrende Licht und den neuen landwirtschaftlichen Kreislauf. Der genaue Ursprung des Brauchs wird unterschiedlich erklärt und ist nicht abschließend geklärt.
Quellen
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