Martis und Chelidonismata
1. März 2026 — Kleine Schwalbe, bringst du den Frühling?
Am 1. März binden Kinder in Griechenland sich einen Martis ums Handgelenk, ein Armband aus gedrehten roten und weißen Fäden. Sie tragen ihn den ganzen Monat über, um ihre Haut vor der stärker werdenden Märzsonne zu schützen. Der Brauch ist eng mit der bulgarischen Martenitsa verwandt. Sobald sie die erste Schwalbe sehen, wird das Armband abgenommen und an einen Zweig gebunden oder unter einen Stein gelegt.
Eine weitere alte Frühlingstradition sind die Schwalbenlieder (Chelidonismata). Die Kinder ziehen von Haus zu Haus, singen von der Schwalbe, die gutes Wetter bringt, und bekommen kleine Leckereien. Der älteste überlieferte Text eines solchen Liedes wird dem antiken Rhodos zugeschrieben. Am häufigsten werden die Lieder am 1. März gesungen.
Die Schwalben kehren am Ende des Winters und zu Beginn des Frühlings aus dem Süden zurück. Der Tag ist daher ein Zeichen dafür, dass längere, hellere Tage kommen. Die Sonne geht früher auf, und die Wintersternbilder weichen langsam den Frühlingssternbildern. Auch der meteorologische Frühling beginnt am 1. März.
Quellen
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